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Das war 2015 …

Gottesdienst in der Christuskirche

Am Sonntag,27.09.2015, fand um 10:00 Uhr ein gemeinsamer Gottesdienst mit Amnesty International statt. Der Gemeinde wurden an Hand von Fällen aus Russland, Usbekistan und Saudi Arabien die unfassbar grausamen und ungerechten Handlungsweisen mancher Regierungen geschildert. Die Gemeindemitglieder hatten Gelegenheit, nicht nur für diese und andere Gefangene zu beten und sie in unsere Fürbitten einzuschliessen, sondern konnten auch entsprechende Petitionen an die verantwortlichen Regierungen unterschreiben. Musikalisch unterstützt wurden wir von jungen Musikern vom Gymnasium Oberursel. Ihnen gilt ein besonderer Dank.

Informationsstand beim Flohmarkt in Oberursel

Am 15.8.2015 haben viele Mitglieder den Informationsstand beim Flohmarkt in der Adenauerallee unterstützt. Neben dem Sammeln von Unterschriften für Mohammed Saleh Al-Bajadi konnten sich Interessierte auch über die Arbeit von Amnesty informieren. Der Erlös durch den Bücher-Verkauf kommt der Menschenrechts-Arbeit zugute.

Was ist auf dem Bild zu sehen?

Das war 2014 …

Briefmarathon im Dezember 2014

Beim Briefmarathon am 13.12.2014 in der Stadtbücherei wurden insgesamt 106 Briefe bearbeitet. Diese wurden den zuständigen Stellen weitergeleitet. Für Ihre Teilnahme bedanken wir uns herzlich. Der nächste Briefmarathon findet am 12.12. wieder in der Stadtbücherei statt.

Gottesdienst mit Amnesty International

Am Sonntag, 12. Oktober 2014, fand um 10:00 Uhr ein gemeinsamer Gottesdienst mit Amnesty International zum Thema der Kampagne „STOP FOLTER“ statt. Der Gemeinde wurden an Hand von drei Schicksalen die unfassbar grausamen und ungerechten Handlungsweisen mancher Regierungen geschildert. Die Gemeindemitglieder hatten Gelegenheit, nicht nur für diese und andere Gefangene zu beten und sie in unsere Fürbitten einzuschliessen, sondern konnten auch entsprechende Petitionen an die verantwortlichen Regierungen unterschreiben. Die Gemeinde zeigte sich mit einer Teelichteraktion solidarisch mit den Opfern von Folter und Misshandlungen. Am Sonntag, 27. September 2015, wird unsere Gruppe einen Gottesdienst in der Christuskirche mitgestalten.

Wenn Sie Amnesty mit Spenden unterstützen wollen, können Sie das online über folgenden Link machen: https://www.amnesty.de/spenden tool/gruppe/1329 oder durch Überweisung auf folgendes Spendenkonto: Amnesty International, Konto: 80 90 100, BLZ 370 205 00 IBAN: DE23370205000008090100 BIC: BFSWDE33XXX Verwendungszweck: Gruppe 1329

Veranstaltungen zur Kampagne „STOP FOLTER“

Mit zwei Beiträgen machte die Amnesty Ortsgruppe Oberursel auf das weltweit immer noch aktuelle Thema „Folter“ aufmerksam. Im September fand dazu eine Ausstellung im Rathaus Oberursel statt. Am 12. Oktober wurde dazu ein Gottesdienst in der Versöhnungsgemeinde Weißkirchen mit gestaltet. Weitere Informationen zur Kampagne finden sich auf der Homepage: http://www.amnesty.de/stopfolter

Filmabend zum Thema Menschenhandel

am Dienstag, 6. Mai 2014 um 20 Uhr in der „bluebox portstrasse“ in Hohemarkstr. 18, Oberursel. Der spannende Spielfilm handelt von der 13-jährigen Adriana, die in Mexico City von Mädchenhändlern entführt und rücksichtslos als Sexsklavin in die USA verkauft wird. Ihre einstige Gefährtin bei ihrem Leidensweg ist die junge Polin Veronica, die von der selben Gang verschleppt wurde. Adrianas 17-jähriger Bruder Jorge macht es sich zur selbsterklärten Mission, die Schwester ausfindig zu machen und begibt sich dabei sehenden Auges in Lebensgefahr….. Der Eintritt ist frei, Spenden zur Unkostendeckung sind willkommen.

Das war 2013 …

Brief-Marathon

Amnesty bedankt sich bei allen Teilnehmern für den erfolgreichen Brief-Marathon 2013 mit einem kurzen Video: https://www.youtube.com/watch?v=3s2mgXCeozk

Dank Amnesty wieder in Freiheit: Jabeur Mejri

Der Tunesier Jabeur Mejri ist vergangenen Dienstag vorzeitig aus der Haft entlassen worden. Vor zwei Jahren, am 28. März 2012 war der 29-Jährige zu 7,5 Jahren Gefängnis verurteilt worden. Was war passiert? Jabeur hatte auf Facebook Karikaturen des Propheten Mohammed und islamkritische Äußerungen veröffentlicht. Das Gericht sprach ihn daraufhin wegen Beleidigung des Islams und der Muslime schuldig. Jabeur erhielt die Höchststrafe für seine Posts! Amnesty betrachtete den jungen Mann als gewaltlosen politischen Gefangenen, der lediglich sein Recht auf freie Meinungsäußerung wahrgenommen hat. Von Anfang an haben wir uns massiv für seine Freilassung eingesetzt. Zum Beispiel im Rahmen des jährlich stattfindenden Amnesty-Briefmarathons vergangenen Dezember: Hunderttausende Unterstützer weltweit haben mit Briefen und E-Mails die Regierung Tunesiens unter Druck gesetzt. Mit Erfolg! Jabeur wurde vom Präsidenten begnadigt. Was nun noch fehlt ist die Aufhebung seines Urteils. Ermittelt wird weiter gegen ihn, wegen angeblicher Unterschlagung. Jabeur streitet die Vorwürfe ab. Amnesty vermutet dahinter reine Schikane und wird die Situation weiter im Blick behalten.

Oberurseler Amnesty Gruppe zeigt den Film „The Road to Guantanamo“

Am Dienstag, den 12.November 2013, läuft um 20:00 Uhr der Film „The Road to Guantanamo“ in der bluebox Portstraße Oberursel (Hohemarkstraße 18). Der Eintritt ist kostenlos.

Oberurseler Amnesty Gruppe unterstützt „Arms Trade Treaty“

Mit einem Vortragsabend am 20.03.2013 in der Alten Wache in Oberursel-Oberstedten und mit einer Unterschriftensammlung (auch online: http://www.amnesty.de/haende-hoch-fuer-waffenkontrolle) informieren und unterstützen die Mitglieder der Oberurseler Amnesty Gruppe derzeit die im März stattfindende Konferenz der Vereinten Nationen zur Kontrolle des Waffenhandels. Ziel der Konferenz ist die Verabschiedung eines Vertrages über ein Verbot aller Rüstungslieferungen, die wahrscheinlich zu schweren Menschenrechtsverletzungen und/oder Verletzungen des humanitären Völkerrechts beitragen können („Arms Trade Treaty“). 2012 war die Unterzeichnung des Vertrages maßgeblich an der US Delegation gescheitert. Die USA sind die größte Waffenexportnation der Welt, US-amerikanische Rüstungsfirmen liefern nahezu alles, was die Empfängerstaaten zum Töten benötigen. Aus diesen Gründen richtet sich die Petition an US-Präsident Barack Obama. Die Oberurseler erklären: „Die Verabschiedung des Vertrags wäre ein wichtiger Schritt um das Leid durch den unkontrollierten Waffenhandel einzudämmen, und jede Unterschrift bringt uns diesem Ziel einen kleinen Schritt näher.“

Das war 2012 …

Ende November konnte die lokale Amnesty-Gruppe Oberursel ihr 40-jähriges Bestehen feiern. Zu diesem Anlass luden wir zu einem öffentlichen Filmabend mit dem bewegenden Film „Hotel Ruanda“ in die bluebox portstrasse ein. Der Film zeigt, wie in der Zeit des Völkermords in Ruanda ein beherzter Hotelbetreiber mit Mut und Menschlichkeit vielen Mitbürgern das Leben rettete. Die Resonanz der Veranstaltung bei Presse, Rundfunk und Fernsehen war überraschend groß und nachfolgend erschienen über unsere Gruppe und ihre Gründerin, Heide André, Reportagen im Hessischen Rundfunk, kurze Video-Berichte im lokalen Fernsehen sowie Interviews und Artikel in der regionalen Presse.Weiterlesen

Amnesty Oberursel übernimmt die Betreuung eines politischen Gefangenen!

Die Oberurseler Ortsgruppe von Amnesty International betreut ab Oktober 2012 den Fall von Gao Zhisheng aus China. Gao Zhisheng ist ein hoch angesehener Anwalt, der wegen seines Engagements in Prozessen gegen Menschenrechtsverletzungen in Haft genommen und von Exekutivorganen körperlich misshandelt wurde. Bevor er im Dezember 2011 ins Gefängnis (Xinjiang Uighur) gekommen ist, war er über 20 Monate lang verschwunden. Seit dem Beginn seiner Arbeit wird er bereits an deren Ausübung gehindert und diskriminiert. Es besteht weiterhin die Gefahr von gewaltsamen Übergriffen auf ihn.
Es werden Veranstaltungen zu dem Fall geplant und in Kürze wird eine Petition auf dieser Seite verfügbar sein. Ein Potrait des Betroffenen befindet sich in der Foto-Übersicht.
Währendessen ist der zuletzt betreute Fall der Ortsgruppe, Yang Chunlin aus China, mit der erfreulichen Nachricht zu Ende gegangen, dass der Betroffene aus der politischen Haft freigelassen wurde. An dieser Stelle möchten wir uns bei allen Menschen bedanken, die durch ihre Unterschrift und Spenden, die Aufmerksamkeit auf den Fall gelenkt und damit entscheidend zur Freilassung von Yang Chunlin beigetragen haben. Quelle: Amnesty International und www.wikipedia.de

Das war 2011 …

50 Jahre Amnesty International

Am 28. Mai jährt sich zum 50-sten Mal das Gründungsdatum der weltweit agierenden und bekannten Menschenrechtsorganisation Amnesty International (ai). Grund genug für die örtliche ai-Gruppe Oberursel/Steinbach anlässlich dieses Jubiläums ein Benefizkonzert zugunsten des oberurseler Vereins „Frauen helfen Frauen“ durchzuführen. So fand zum Gründungsdatum unter dem Titel „Rock im Rathaus“ ein Konzert mit der IGS-Rockband und der Band „Open Window Plan“ statt. In unterschiedlichen Besetzungen mit Saxofon, Keyboard, E-Gitarre, Bass, Schlagzeug, Klavier und verschiedenen Sängerinnen mit tollen Stimmen brachte die IGS-Rockband sehr abwechslungsreich meist gefühlvolle Songs zu Gehör. Open Window Plan hielt sich an die klassische Rockbesetzung und spielte eigene Hard-Rock-Stücke in präzisem Zusammenspiel mit oft überraschenden und witzigen Schlüssen. Parallel zum Konzert konnte im Foyer des Rathauses Oberursel die Ausstellung zu 50 Jahren Amnesty International angeschaut werden, die mit Kunstarbeiten von Schülern der Waldorfschule und des Gymnasiums Oberursel bereichert ist.

Das war 2010…

Podiumsdiskussion zum Thema Menschenrechte und Milleniumsziele

Am 16.11.2010 stand am Gymnasium Oberursel das Thema „Menschenrechte“ gleich zweimal auf der Tagesordnung. Um 18.00 fand eine Vernissage mit Prämierung von Schülerarbeiten zu diesem Thema, die im Ethikunterricht erstellt worden waren, statt, und am Abend schloss sich eine öffentliche Expertendiskussion zu Stand und Bedingungen der Millenniumsziele an und ob diese ohne die Durchsetzung der Menschenrechte erreichbar seien. Die Veranstaltungen wurde von der Oberurseler Amnesty-Gruppe und dem Gymnasium Oberursel in Zusammenarbeit mit der Freien Waldorfschule Vordertaunus und dem Förderforum des Gymnasiums anlässlich der internationalen Amnesty-Kampagne „Mit Menschenrechten gegen Armut“ durchgeführt. Pressemitteilung.

Amnesty Oberursel als Porträt im Stadtmagazin

In der Augustausgabe des Oberurseler Stadtmagazins wurde ein umfangreiches Porträt über die Arbeit von Amnesty veröffentlicht, welches wir Ihnen mit herzlichen Dank an die Mitarbeiter des Stadtmagazins an dieser Stelle zur Verfügung stellen wollen. Artikel

Menschenrechte im Gottesdienst

Am Sonntag, dem 18. April 2010, behandelte der Gottesdienst in der Kreuzkirche in Bommersheim das besondere Thema Menschenrechte. Nach dem Orgelvorspiel und der Begrüßung durch Herrn Pfarrer Fettback stellte Dieter Höfer, Mitglied der örtlichen Gruppe von Amnesty International, erst allgemein die Arbeit der Menschenrechts-Organisation vor, um dann im Detail von den Aufgaben der Gruppe Oberursel/Steinbach zu berichten. Deren Aktivitäten umfassen nicht nur die Mitwirkung an Gottesdiensten wie an diesem Sonntag, sondern auch die Arbeit an Schulen, Ausstellungen, Podiumsdiskussionen, Bücherflohmärkte und vieles mehr. Hauptziele sind in der Regel die Information der Bevölkerung, die Präsentation und Befreiung von gewaltlosen Menschen aus verschiedenen Ländern, welche schuldlos zu politischen Gefangenen wurden sowie die Finanzbeschaffung für die vielfältige Arbeit der unabhängigen Organisation Amnesty international. So wurden auch in diesem Gottesdienst drei sogenannte „Fälle“ vorgestellt, allen voran der seit Februar dieses Jahres von der Amnesty-Gruppe adoptierte und seit 2008 inhaftierte Chinese Yang Chunlin, der sich für Zehntausende Bauern engagierte, denen ihr Land für Entwicklungsprojekte ohne entsprechende Entschädigung entzogen worden war. In Haft wurde er laut Informationen von Amnesty International mehrere Male brutal gefoltert. Dennoch versucht Yang Chunlin aus der Haft heraus weiterhin seine Rechte wahrzunehmen und seine Mithäftlinge über Menschenrechte aufzuklären. Aus dem Iran wurde der Menschenrechtsverteidiger Emadeddin Baghi und aus Myanmar Zayar Thaw vorgestellt, auch sie gewaltlose politische Gefangene, was die Voraussetzung dafür ist, dass sich Amnesty International dieser Fälle überhaupt annimmt. Zwischen den einzelnen Fällen erklang stimmungsvolle Musik durch das Duo Marion Adloff, Violine und Otto Wanke, Gitarre, die es den Gemeindemitgliedern ermöglichte, die vielfältigen, nicht immer angenehmen Informationen gut aufzunehmen. Pfarrer Ralf Fettback bezog sich in seiner anschließenden Ansprache auf Mose, der mit Hilfe von Aaron das Volk aus der Klaverei herausführte, beide gemeinsam, also als Einheit ihr Ziel erreichten. Am Ende des Gottesdienstes schuf die Gemeinde zusammen mit den Mitgliedern von Amnesty International ein Netz der Verbundenheit aus Stoffstreifen, das sich wirkungsvoll durch den gesamten Kirchenraum spannte. Seine Verbundenheit konnte man im Anschluss auch mit seinen Unterschriften in die zu den Fällen ausgelegten Petitionen ausdrücken. Zudem bestand bei Getränken die Möglichkeit, mit den Gruppenmitgliedern ins Gespräch zu kommen und Fragen zu stellen. Beides wurde von den Gemeindemitgliedern dankbar genutzt. Das war 2009 …

Das war 2009 …

„Es gibt Kinder, die kommen ohne Schutzengel auf die Welt und der Sandmann streut ihnen Reißnägel in die Augen, unter dem Weihnachtsbaum liegt jedes Jahr ein Päckchen Tränen als Geschenk, und ein Märchenbuch, in dem der Teufel immer gewinnt.“ Ludwig Hirsch

Liebe Leserinnen und Leser,
mit diesem Text von Ludwig Hirsch haben wir im Oktober 2008 in einem Gottesdienst in der Heilig-Geist-Kirche in Oberursel auf das Schicksal von Kindersoldaten aufmerksam gemacht. In diesem Gottesdienst standen die Menschenrechte im Mittelpunkt, die vor 60 Jahren, im Dezember 1948, als „Allgemeine Erklärung der Menschenrechte“ von den Vereinten Nationen angenommen wurden, und von deren Verwirklichung wir doch noch immer so weit entfernt sind.
Dieser 60. Jahrestag war auch der Anlass für eine Ausstellung zum Thema Folter, die im Foyer des Rathauses Oberursel gezeigt wurde. Die Bilder und Informationen waren so gewählt, dass die Besucher nicht schockiert, sondern zum Nachdenken angeregt werden sollten. Gerade in einer Zeit, in der die Folter wieder eine Handlungsoption zu werden scheint, vor der auch die westlichen Länder nicht zurückschrecken, ist dieses Nachdenken so dringend geboten.
Was die Aufweichung des Folterverbots bedeutet, wurde z. B. in Guantanamo deutlich und zeigt, wie wichtig die Arbeit von Amnesty International auch weiterhin ist. Menschenrechte sind universell und egalitär. Sie gelten für alle Menschen gleichermaßen, weltweit, und sie sind unteilbar. Sie stehen in engem Zusammenhang und bedingen sich gegenseitig. Nur in ihrer Gesamtheit können sie die Würde des Menschen schützen. Im November 2008 veranstalteten wir im Hieronymi-Saal des Rathauses eine Podiumsdiskussion, in der der Frage nachgegangen wurde, wie weit die sozialen und wirtschaftlichen Menschenrechte im Hochtaunuskreis verwirklicht sind. Leider saß trotz unserer intensiven Bemühungen unter den fünf Fachleuten nur eine Politikerin auf dem Podium.
Harald Schmidt, Sozialarbeiter in der Asylbewerberunterkunft in Oberursel, berichtete von den Problemen, die die Menschen in dieser Unterkunft haben. Von den miserablen sanitären Bedingungen, der Enge, unter der vor allem auch die Kinder zu leiden haben, von den Eltern, die ihren Kindern keine Perspektive bieten können, von den geringen finanziellen Mitteln, die ihnen zur Verfügung stehen, noch weniger, als ein ALG-II-Empfänger bekommt, und von der allgegenwärtigen Angst, abgeschoben zu werden.
Können Sie sich vorstellen, dass Sie sich strafbar machen, wenn Sie nach Frankfurt zu Ihrem Anwalt oder zu einem Arzt fahren? Das tun Sie, wenn Sie der Residenzpflicht unterliegen und es versäumt haben, beim Ausländeramt um eine Genehmigung zu bitten, den Hochtaunuskreis verlassen zu dürfen.
Umrahmt wurde unsere Podiumsdiskussion von dem Chor „Entrüstet Euch“.
Ebenfalls von Dezember 2008 bis Januar 2009 besuchte unser Mitglied Helmut Ernst verschiedene Ethik-Kurse im Gymnasium Oberursel und informierte über die Menschenrechte und die Arbeit von Amnesty International. Zum Abschluss des Jubiläumsjahres der Menschenrechte stellten Schüler aus einem dieser Kurse am 8. Dezember ihr Projekt aus dem Ethik-Kurs zum Thema „Menschenrechte“ vor. Diese jungen Menschen waren mit großem Engagement dabei, in vielen Facetten über Menschenrechtsverletzungen zu berichten. Es gab Präsentationen, Plakate, Filmaufnahmen und sogar ein Theaterspiel zum Thema „Gefängniskinder“. Ihr Engagement gibt uns die Hoffnung, dass auch in Zukunft genügend Menschen da sein werden, die den Kampf Amnesty Internationals für die Menschenrechte weiterführen werden.
Dieses Jahr haben wir zum Frauentag im März einen Informationsstand mit Petitionen für Frauen in Südafrika gestaltet. Im Mai nahmen wir die Europawahl zum Anlass, mit einem Bücherflohmarkt die Passanten auch für Menschenrechtsverletzungen in Europa zu interessieren und Petitionen unterschreiben zu lassen.\\ Im September schließlich haben wir in der Auferstehungsgemeinde einen Gottesdienst mitgestaltet und zwei Einzelschicksale in Entwicklungsländern in den Fokus der Gemeinde gerückt.
Eine durch sorgfältige Recherchen fundierte Menschenrechtsarbeit kostet Geld, sehr viel Geld. Deswegen bitten wir Sie auch in diesem Jahr wieder um eine Spende, um unsere Arbeit im Interesse unserer Kinder und Enkel weltweit fortsetzen zu können.

Pressemitteilung: Ausstellung und Podiumsdiskussion zum Thema Flüchtlinge (20.11.2009)

Flüchtlingsströme hat es immer gegeben und immer waren sie für die Betroffenen eine schreckliche Lebenssituation. Die heutigen Ursachen dafür sind Verletzung der Menschenrechte, keine Ernährungs- oder Arbeitsmöglichkeiten, Verfolgungen aus unterschiedlichen meist unverschuldeten Gründen und vieles mehr. Um diese Problematik besonders an Bootsflüchtlingen zu verdeutlichen, eröffnet der Oberurseler Bürgermeister Hans-Georg Brum am Montag, den 2. November um 18.00 Uhr im Rathaus Oberursel eine Ausstellung der örtlichen Gruppe von Amnesty International. Die Ausstellung, geöffnet bis 20.11.2009, schildert die Gefahren und Hindernisse der Reise über das Meer, die Abwehrhaltung und Maßnahmen der „Festung Europa“ und die Menschenrechtsverletzungen, die die derzeitige europäische Asylpolitik nach sich ziehen kann oder nicht verhindert.

Weiterhin findet im Zusammenhang mit der Ausstellung am Donnerstag, den 5. November um 20.00 Uhr in der Rotunde des Gymnasiums Oberursel unter dessen Schirmherrschaft eine Podiumsdiskussion zu „Menschenrechtssituation in Europa für Flüchtlinge und Migranten“ statt. Vertreten sind dabei als hochrangige Experten Dr. Kerstin Wierse, die Amnesty Landesbeauftragte Hessens für Politische Flüchtlinge, Dr. Johannes Bickel von „Eine Welt“ Verein und Monika Jacobs von der Caritas Beratungsstelle Bad Homburg, die ihr Wissen und ihre Erfahrungen darstellen. Zudem vertritt die politische Seite Hans-Christian Mick, integrations-, jugend- und behindertenpolitischer Sprecher der FDP-Fraktion im hessischen Landtag, sowie Frau Mürvet Öztürk, Sprecherin für Integration, Migration und Petitionen der Fraktion vom Bündnis90/Die Grünen im Hessischen Landtag. Auch die Schülerschaft des Gymnasiums ist auf dem Podium durch die Schülerin Arpi Davtyan aus der 12-ten Jahrgangsstufe vertreten. Nach dem Grußwort des Ersten Stadtrats Dieter Rosentreter und einem kurzen Referat von Dr. Bickel zu den Ursachen für zunehmende Flüchtlingsströme kann dann unter der Moderation von Dr. Wolfgang Kessler, dem Chefredakteur von Publik Forum, lebhaft diskutiert werden. Weitere Mitveranstalter sind neben der Amnesty-Gruppe Oberursel, der Förderverein des Gymnasiums, die Stadt Oberursel, die Stiftung Leserinitiative Publik, der Oberurseler Eine Welt Verein, der Hessische Flüchtlingsrat, Frauen helfen Frauen e.V., das Frauennetzwerk in Oberursel, die Caritas Hochtaunus und die Frauengemeinschaft kfd.

Bei einem Frauenfrühstück wird als weiteres Menschenrechtsthema „Beschneidungen von Mädchen und Frauen“ am 22. November um 11.00 Uhr in der Beratungsstelle „Frauen helfen Frauen“ am Marktplatz 10 in Oberursel aufgegriffen. Hier berichtet Regina Fährmann über ihr Projekt und zeigt dabei Szenen aus dem Stück „Miriam“ an Ihrer Schattenbühne. Der Eintritt zur Ausstellung und zur Podiumsdiskussion ist frei, der Unkostenbeitrag beim Frauenfrühstück beträgt € 5,–. Weitere Informationen sind erhältlich über den Sprecher der AI-Gruppe, Telefon 06171/56306, oder das Frauenbüro Oberursel, 06171/502-152.

14. August 2018