Amnesty Briefmarathon 2020 in Oberursel und Bad Homburg

Der jährliche Briefmarathon von Amnesty International zugunsten von Menschenrechtsaktivist*innen konnte 2020 auch trotz der Corona-Situation in Oberursel sowie in Bad Homburg stattfinden. Der Marathon wurde in der Maria-Ward-Schule in Bad Homburg sowie in der Kettler-La-Roche Schule in Oberursel durchgeführt, wodurch erfreulicherweise insgesamt 114 Briefe gesammelt und an die Verantwortlichen weltweit versendet werden konnten.

Es wurden dieses Jahr folgende fünf Fälle aus Saudi Arabien, Türkei, Kolumbien, Malta und Pakistan unterstützt:

  1. Pakistan: Idris Khattak wurde im November entführt, weil er das Verschwindenlassen anprangerte. Seine Familie hatte seitdem keinen Kontakt mehr zu ihm.
  2. Saudi Arabien: Nassima al-Sada  ist eine von vielen bekannten Aktivistinnen, die gefordert haben, dass Frauen Auto fahren dürfen. Doch dann wurde sie wegen ihres Engagements inhaftiert.
  3. Türkei: Die Studierenden Melike Balkan und Özgür Gür organisierten einen Pride-Sit-In. Die Universitätsleitung rief die Polizei, die mit Gewalt gegen die friedlich Demonstrierenden vorging. Jetzt stehen 18 Studierende und ein Mitglied des Lehrpersonals vor Gericht.
  4. Kolumbien: Ihr Ziel ist es, die Umwelt zu schützen. Doch ihr Engagement hat erschreckende Auswirkungen für Jani Silva. Sie wird verfolgt, von Unbekannten eingeschüchtert und mit dem Tode bedroht.
  5. Malta: Die drei Jugendlichen „El Hiblu 3“ hatten schlicht versucht, zu verhindern, wieder nach Libyen zurückgebracht zu werden und andere aus der Seenot Gerette zu schützen. Nun sitzen sie auf der Anklagebank.

Die versendeten Briefe zu diesen und zu weiteren fünf Fällen können weiterhin hier eingesehen werden.