Das war 2020

Unsere verstärkte Zusammenarbeit mit Schulen noch Ende 2019 war sehr erfolgreich. Wir konnten uns so im Rahmen des Briefmarathons in über 1000 Briefen für 5 verfolgte junge mutige Menschen einsetzen.

Leider brach Mitte März die Coronakrise über uns herein und hat unser Engagement sehr ausgebremst. Doch noch vor dem Stillstand durch Corona konnten wir Anfang März einen Workshop zu Menschenrechten an einer Fachschule für Sozialwesen und Sozialpädagogik für 40 erwachsene Schülerinnen und Schüler mit Erfolg durchführen. Andere geplante Aktionen mussten wir verschieben. Dazu gehört ein Gottesdienst mit unserer Mitgestaltung, eine Ausstellung zum Thema „Fairer Handel“ verbunden mit einem Vortrag zu Menschenrechten und Welthandel (Stichwort: Lieferkettengesetz) für Oberurseler Oberstufenschüler, sowie weitere Workshops an Schulen.

Ab Juni konnten wir uns als Gruppe wieder treffen und einen Filmabend im September unter Corona-Bedingungen organisieren. Wir zeigten den Film „Yves’ Versprechen“, der die verzweifelten, oft vergeblichen Bemühungen von afrikanischen Migranten dokumentiert, die wirtschaftliche Not ihrer Familien in Afrika durch einen Job in Europa zu lindern.

Wir haben 2020 zum erneuten Male uns der Fälle von „Adoptivgefangenen“ angenommen. Mit unserer „Adoption“, namentlich von zwei Häftlingen im US- Gefangenenlager Guantanamo Bay, wollen wir uns für diese zu Unrecht ohne Anklage festgehaltenen Personen bis zu ihrer Freilassung oder bis zum Abschluss eines wirklich fairen Prozesses laufend mit öffentlichkeitswirksamen Aktionen einsetzen.

Amnesty tritt auch für einen effektiven Klimaschutz ein. In diesem Zusammenhang beteiligten wir uns auch an einer Demonstration auf Fahrrädern in Bad Homburg mit einer Abschlusskundgebung im Kurpark.

Seit November trifft sich die Gruppe zu seinen monatlichen Gruppentreffen im Videochat.

Der jährliche Briefmarathon zugunsten von Menschenrechtsaktivist*innen fand im Dezember 2020 trotz erschwerter Bedingungen statt. Der Marathon wurde in der Maria-Ward-Schule in Bad Homburg sowie in der Kettler-La-Roche Schule in Oberursel durchgeführt, wodurch erfreulicherweise insgesamt 114 Briefe gesammelt und an die Verantwortlichen in aller Welt versendet werden konnten.